Südtirol – Kärnten – Mosel 2014
1523.08.2014 – 10.09.2014
Einige Tage in Kärnten (Östereich) an einem See ist geplant. Das Wetter wird aber unsere Planung gehörig über den Haufen werfen.
Aber nun der Reihe nach.
Route Schönbühl – Meran:
Die erste Tagesetappe führt uns bei teilweise Nieselregen in der Innerschweiz nach Walenstadt, wo wir auf dem fast vollen See Camping ** noch knapp einen Stellplatz finden. Der Abend mit einem wunderbaren Sonnenuntergang über dem Walensee lässt uns auf wärmeres Wetter hoffen.




Wettermässig so-so-la-la starten wir zu unserer ersten Bergetappe über Davos – Fluela Pass – Ofen Pass Richtung Süddirol. Die Verkehrsmeldungen wirken nicht unbedingt beruhigend: in den Bergen soll die Scheefallgrenze in der Nacht auf unter 2’000 Meter gefallen sein. Auf dem Flüela Pass können wir diese Meldung bestätigen.
Kurz vor dem Ofen Pass sieht aber alles schon viel freundlicher und wärmer aus.
Eine reizvolle Fahrt durch das Münstertal und anschliessend im Südtirol durch das Vinschgau. Der anvisierte Waldcamping Naturns ist total ausgebucht. Wir entschliessen uns, es auf dem Stadtcamping von Meran zu versuchen. Auch hier ziemlich voll. Auf meine Frage, ob wir für zwei Nächte noch einen Stellplatz bekommen, antwortet der lustige Italiener in gebrochenem Deutsch: „fahren einfach durch Camping, wenn du siehst Loch, du fahren rein“ Wir finden tatsächlich ein Loch, aber nur mit einer Fläche von 40 – 50 m2. Stadtcamping Meran **.

Das Zentrum von Meran ist zu Fuss in ca. 10 -15 Minuten bequem erreichbar, also ist für den nächsten Tag Sightseeing Meran angesagt.
Route Meran – Osiacher See, Kärnten:
Bei der Abfahrt ist uns noch nicht bewusst, wie viele Kurven, Steigungen, Gefälle, Täler und Berge auf der Strecke durch die Dolomiten in Richtung Österreich vor uns liegen. Wir fahren über Bozen und dann Richtung Nordwesten in ein erstes Tal. Irgendwann überqueren wir den Passo di Lavazé und erreichen kurz nach Mittag Predazzo mit seinem Camping Bellamonte **. Ich vermute, wir sind die einzigen Touristen auf diesem abgelegenen CP. Es scheint, dass hier vor allem der Wintersport mit seinem Ski area Alpe Lusia aktuell ist. Mit einem kurzer Spaziergang in den angrenzenden Wald, wird unsere Hoffnung auf einige schöne Sommer-Steinpilze nicht belohnt. Die Ruhe in der Nacht ist schon fast beängstigend.
Mit dem Passo Giao, 2’236 m, und 29 Haarnadelkurven beim Aufstieg auf der Westseite, wird die Berggängigkeit unseres Sunlight heute geprüft. Mit „Test erfüllt“ erreichen wir Cortina d’Ampezzo. Weiter über Toblach erreichen wir Österreich. In Amlach, nahe Lienz (nicht verwechseln mit Linz), richten wir uns auf dem traumhaft schönen Amlacher Hof **** ein. gemütlicher CP mit vorbildlichen Sanitäranlagen.

Kurz-Videos:
Per Fahrrad zum Sightseeing Lienz
Am Freitag, 29.Aug 2014, nehmen wir bei sonnigem Wetter unser nächstes Etappenziel, das Bundesland Kärnten unter die Räder.
Mit dem angepeilten Campingplatz am Faakersee wird das aber nichts. Hier findet ein mega Bikertreffen statt, mit Rummelplatz, Livemusik, Bierzelten … total ausgebucht. Also weiter via Villach Richtung Osiachersee, wo wir uns am Terrassen-Camping *** in Ossiach einrichten. Der Tag beginnt sonnig, aber der Wetterbericht für die nächsten 4 bis 5 Tage ist deprimierend und verspricht nur grau und nass. Wir geniessen eine kleine Fahrradtour am See entlang mit einem abschliessenden Apéro in einer gemütlichen Strandbar.

Das Nachtessen können wir noch bei trockener Witterung geniessen, die Gewitterwolken sind aber schon bedrohlich nahe. In der Nach bricht das Gewitter mit voller Wucht über den Campingplatz herein, oberhalb uns sind sämtliche Schleusen geöffnet, man versteht das eigene Wort nicht mehr. Dann Wassereinbruch am grossen Front-Dachfenster, weil das Fenster nicht richtig verschlossen ist (wir diskutieren heute noch darüber, wer von uns dafür verantwortlich sein könnte): eine einstündige Putz- und Trocknungsaktion unterbricht unsere Nachtruhe.
Am nächsten Morgen sind wir froh, dass wir noch von unserem völlig durchweichten Grasplatz wegfahren können. Der Beschluss ist schnell gefasst: das nasse Kärnten so schnell wie möglich verlassen und nach Nordwesten fliehen, wo die Wetterprognosen für die nächsten Tage besser, d.h. trocken versprochen werden.
Auf unserme Fluchtweg benutzen wir ausnahmsweise die Autobahn. Über die A10 nach Salzburg, danach Richtung München. Immer noch trübes Wetter, als wir Richtung Campingplatz Elbsee **** fahren. Deshalb können wir leider diesen sehr komfortablen CP nicht wirklich geniessen. Ein feines Nachtessen im nahegelegenen Seerestaurant lässt uns das miese Wetter vergessen.

Am Morgen weiter westwärts durch den Schwarzwald Richtung Badenweiler, die Sonne ist wieder sicht- und spürbar.
Hier können wir wieder austrocknen und uns erwärmen. Wir bleiben zwei Nächte und erkunden den alten römischen Badeort Badenweiler.
Der CP Badenweiler ** wäre eigentlich OK, nur bei der Abrechnung werden wir mit unglaublichen Stromkosten von über 20 € richtig abgezockt! (wenn unsere Truma6 Combi so viel Strom verbraucht hätte, müsste es in den Nächten mindestens -30 Grad kalt gewesen sein). Ich möchte aber meinen Blutdruck wegen Diskussionen über einigen Euros nicht in die Höhe schnellen lassen, wir bezahlen und peilen unser nächstes Ziel, die Mosel an.
Über Strassburg und Saarbrücken erreichen wir das Moseltal. Damit haben wir nicht gerechnet: In einigen Dörfern finden bereits Weinfeste statt, und scheinbar sind wir nicht die einigen WoMo-Fahrer, dies gemütliche Weingegenden bevorzugen. So stehen wir in Zeltingen, Kröv und Traben-Trarbach vor ausgebuchten Campingplätzen. In Zell finden wir dann endlich einen freien Paltz auf dem Campingpark Zell Mosel *** , aber nur in der dritten Reihe vom Moselufer aus gesehen. Aber für uns stimmt alles. Das Wetter teiweise sonnig, die Lage des CP ist gemütlich und ruhig, Das Dorf Zell zu Fuss oder mit dem Fahrrad in kurzer Zeit erreichbar, der Kühlschrank ist voll und Wein so weit man sehen kann.
Radtour nach Bullay
Abwechselnd auf der linken oder der rechten Uferseite geniessen wir die Fahrt moselaufwärts bis nach Trittenheim, wo wir uns auf dem Camping Trittenheim *** einrichten. Das gemütliche Dorf liegt unmittelbar neben dem CP. Nach einer Degustation im Weinhaus Hermes , beschweren wir die Garage underes Womos mit einigen Kartons fruchtigem Riesling.
Auch diese Resise hat ein Ende und wir machen uns langsam auf den Heimweg. Eine Nacht machen wir halt auf dem Camping Clausensee ***, ca. 20 km nordöstlich von Pirmasens. Schöne, idyllische Lage am See.
Letzte Station dieser Reise ist der Campingplatz Kaysersberg **** im Elsass. Die Fahrt nach Kysersberg führt uns durch den teuersten Tunnel von Europa: von Strassburg fahren wir durch die Vogesen Richtung Saint Dié des Vosges. Leider verpassen wir die Zufahrt zum Col de Sainte-Marie und so stehen wir plötzlich vor der Zahlstelle des Tunnels Maurice Lemaire. 16 € für knapp 7 km, das ergibt einen Kilometerpreis von 2.3€ !!!
Nach einem typyschen, üppigem Elsässer Nachtessen und einer ruhigen Nacht auf dem gepflegten und sauberen CP, peilen wir noch einen Supermarkt in der Nähe an und decken uns mit französischen Spezialitäten ein, anschliessend Rückfahrt in die Schweiz.
Nun, unser geplanten Tage in Kärnten, wurde durch das unfreundliche und nasse Wetter über den Haufen geworfen. Aber dank der Flexibilität mit einem Wohnmobil, konnten wir doch noch einige Tage in Süd- und Westdeutschland bei meist sonnigem Wetter geniessen.
Posted in Wohnmobil - Reisen and tagged Camper, clicknet.ch, Dolomiten, Kärnten, Lienz, Meran, Mosel, Südtirol, Sunlight, Wohnmobil by Markus Vogt with no comments yet.














































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